Abrechnung für Elektriker: vom Angebot bis zum Zahlungseingang ohne Lücken

Wie Elektroarbeiten abgerechnet werden, was bei Prüfung, Messungen und Errichtererklärung separat anfällt und wie sich der Kreis bis zur Zahlung schließt.

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Bei Elektroarbeiten hat die Abrechnung eine Besonderheit, die es in anderen technischen Berufen nicht gibt: Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht aus Prüfung und Dokumentation, nicht aus dem Einbau von Material. Die Messungen, die Erstellung der Unterlagen und die Verantwortung der Unterschrift haben Kosten, die in keinem einzigen Bauteil sichtbar sind.

Im Folgenden: wie Sie eine Abrechnung aufbauen, die beide Teile abdeckt.

Die drei Bestandteile der Abrechnung

  • Arbeitslohn: Monteurstunden mal Stundensatz, mit Zuschlag für Arbeiten außerhalb der Arbeitszeit oder bei schwierigem Zugang.
  • Material: mit einer festen Aufschlagsregel oder einer Preisliste für alles, was Sie regelmäßig verbauen.
  • Technische Leistungen: Prüfung, Messungen, Erstellung der Errichtererklärung (in Griechenland die ΥΔΕ), Pläne. Sie werden als eigenständige Leistung berechnet, nicht als „Geschenk“ zur Installation.

Der dritte Bestandteil ist der, der am häufigsten verschenkt wird. Eine vollständige Prüfung mit Messungen und Dokumentation bedeutet Arbeitsstunden, Messgeräte, die Geld kosten und kalibriert werden müssen, und persönliche Verantwortung mit Ihrer Unterschrift.

Was im Angebot stehen muss

Der Kunde weiß nicht, was eine Prüfung umfasst. Steht im Angebot nur „Errichtererklärung“, vergleicht er sie nur mit dem Preis des Nachbarn. Steht darin, was enthalten ist, vergleicht er Inhalte:

  1. Besichtigung und Sichtprüfung der Anlage.
  2. Messungen pro Stromkreis mit Protokollierung der Werte.
  3. Prüfung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen.
  4. Erstellung des Prüfprotokolls und des Einpoligschaltplans.
  5. Erstellung und Einreichung der Unterlagen.
  6. Kopie für die Unterlagen des Eigentümers.

Ausdrücklich nicht enthalten: die Behebung von Mängeln. Deckt die Prüfung ein Problem auf, ist die Behebung eine eigene Arbeit mit eigenem Angebot – sonst verschenken Sie sie oder streiten darüber.

Anzahlung und Abschlagszahlungen

Bei Projekten mit viel Material (Verteiler, Verkabelung, Leuchten) ist die Anzahlung kein Misstrauen – sie finanziert das Material, das Sie selbst beschaffen. Ein Schema, das funktioniert: 40 % Anzahlung für Material, 40 % bei Fertigstellung der Arbeiten, 20 % bei Übergabe der Unterlagen.

Die letzten 20 % sind wichtig: Sie verknüpfen die Zahlung mit dem Ergebnis, das der Kunde tatsächlich braucht.

Der Kreislauf, der nicht reißen darf

Angebot → Annahme → Ausführung → Erfassung von Material und Stunden → Abrechnung → Beleg → Zahlungseingang. Jedes Mal, wenn diese Kette verlangt, dieselben Daten erneut einzutippen, entsteht eine Stelle, an der etwas verloren geht.

In ElectroPro wird das angenommene Angebot zum Auftrag, Material und Stunden, die Sie vor Ort erfassen, werden zur Abrechnung, und der offene Saldo des Kunden aktualisiert sich von selbst. Keine doppelte Erfassung, kein vergessenes Material.

Was Sie jeden Monat im Blick behalten

  • Offene Angebote und Annahmequote.
  • Offene Salden pro Kunde, sortiert nach Alter.
  • Durchschnittliche Zeit von der Fertigstellung bis zum Zahlungseingang.
  • Wie viele Errichtererklärungen und Wiederholungsprüfungen erledigt wurden – die stabilste Einnahmequelle.

Fazit

Berechnen Sie die Dokumentation so, wie Sie die Installation berechnen: Sie ist Arbeit mit Kosten und Verantwortung. Und schließen Sie den Kreis bis zum Zahlungseingang in einem System, damit Sie sich nicht merken müssen, wer Ihnen was schuldet.