Messungen an der Elektroinstallation: was bei der Prüfung nach HD 384 kontrolliert wird

Welche Messungen die Prüfung einer Elektroinstallation umfasst: Schutzleiter, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Prüfung und Erdung.

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Das Prüfprotokoll, das die Errichtererklärung begleitet (in Griechenland die ΥΔΕ nach ELOT HD 384), ist keine Liste zum Abhaken – es ist die Dokumentation tatsächlicher Messungen. Im Folgenden: was bei jeder Anlage gemessen wird und was der jeweilige Wert bedeutet.

Vor den Messgeräten: die Sichtprüfung

Die Prüfung beginnt immer mit dem Auge, nicht mit dem Multimeter. Kontrolliert werden die Eignung des Materials, die Leiterquerschnitte im Verhältnis zu den Schutzeinrichtungen, Befestigung und Beschriftung der Stromkreise, die Zugänglichkeit des Verteilers und das Vorhandensein der erforderlichen Schutzeinrichtungen.

Ein Verteiler ohne Stromkreisbeschriftung ist für sich allein schon ein Befund: Wer nach Ihnen kommt, weiß nicht, was er abschaltet.

Durchgängigkeit der Schutzleiter

Sie bestätigt, dass jedes Metallteil, das geerdet sein muss, tatsächlich ohne Unterbrechung mit dem Schutzleiter verbunden ist. Geprüft werden auch die Potentialausgleichsleiter – Haupt- und Zusatzpotentialausgleich.

Es ist die Messung mit der größten praktischen Bedeutung: Eine Unterbrechung im Schutzleiter hebt den gesamten übrigen Schutz der Anlage auf.

Isolationswiderstand

Er wird mit einer Prüfgleichspannung gemessen und zeigt, ob die Isolierung der Leiter noch ausreichend ist. Niedrige Werte deuten auf Feuchtigkeit, gealterte Isolierung oder ein beschädigtes Kabel im Rohr hin.

Praxistipp: Trennen Sie empfindliche Verbraucher und elektronische Geräte vor der Messung ab – sonst messen Sie das Gerät statt der Anlage und belasten es zusätzlich.

Automatische Abschaltung – Schleifenimpedanz

Sie prüft, ob die Schutzeinrichtung bei einem Erdschluss schnell genug abschaltet. Gemessen wird die Fehlerschleifenimpedanz und mit dem höchstzulässigen Wert für die jeweilige Schutzeinrichtung und die vorgesehene Abschaltzeit verglichen.

Liegt der Wert über dem zulässigen, ist der Stromkreis nicht richtig geschützt – egal, wie neu der Verteiler ist.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD/FI)

Geprüft werden sowohl der Auslösestrom als auch die Auslösezeit – mit dem Messgerät, nicht nur mit der Prüftaste. Die Taste bestätigt, dass sich der Mechanismus bewegt; sie bestätigt nicht, dass er beim richtigen Strom und in der richtigen Zeit auslöst.

Notieren Sie den Bemessungsdifferenzstrom (z. B. 30 mA) neben dem gemessenen Wert. Aussagekräftig ist das Wertepaar, nicht die einzelne Anzeige.

Erdungswiderstand

Gemessen wird der Widerstand der Erdungsanlage. Der zulässige Wert hängt von der Art des Netzsystems und den verwendeten Schutzeinrichtungen ab, deshalb wird die Messung immer zusammen mit den übrigen Ergebnissen bewertet und nicht isoliert.

Polarität und Drehfeld

Bestätigt wird, dass Schalter und Sicherungen im Außenleiter und nicht im Neutralleiter liegen, dass die Steckdosen richtig angeschlossen sind und – bei Drehstrom – dass die Phasenfolge stimmt.

Die Dokumentation ist Teil der Messung

Eine Messung, die nicht im Moment ihrer Durchführung festgehalten wurde, hat nicht stattgefunden. Das Protokoll wird vor Ort ausgefüllt, pro Stromkreis, mit Wert und Messgerät. Geschieht das auf dem Handy direkt in der Verteilerdokumentation, beginnt die nächste Wiederholungsprüfung bereits mit den früheren Werten zum Vergleich – genau das macht ElectroPro.

Hinweis

Anforderungen, Grenzwerte und Prüfverfahren werden durch die in Ihrem Land geltende Norm und Gesetzgebung festgelegt (in Griechenland ELOT HD 384). Dieser Artikel beschreibt die Logik der Prüfung; für die genauen Werte und Verfahren ziehen Sie den aktuell gültigen Normtext in Ihrem Land und die Anleitungen der Hersteller Ihrer Messgeräte heran.