Tourenplanung: Wie Sie mehr Aufträge schaffen, ohne zu hetzen

So planen Installateure ihre Tagestour: Aufträge nach Gebiet bündeln, Puffer für Notfälle, realistische Ankunftsfenster und klare Kundeninformation.

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Die Zeit, die ein Installateurbetrieb verliert, geht nicht bei den Reparaturen verloren – sondern dazwischen. Unnötige Fahrten, Warten vor verschlossenen Türen, Rückfahrten zum Großhandel wegen eines Teils: schnell zwei Stunden am Tag, also ein ganzer abrechenbarer Auftrag.

Die Tourenplanung ist keine Adressliste, sondern ein Tagesplan, der Unvorhergesehenes aushält.

Nach Gebiet bündeln, nicht nach Reihenfolge der Anrufe

Die natürliche Neigung ist, Kunden in der Reihenfolge ihrer Anrufe zu bedienen. Das Ergebnis: Pankow, Steglitz, Spandau, Neukölln – und anderthalb Stunden im Auto. Bündeln Sie geplante Aufträge nach Gebiet und nach Wochentag: Norden Dienstag und Donnerstag, Süden Montag und Mittwoch. Ein Kunde akzeptiert fast immer einen Tag Unterschied, wenn Sie ihm einen festen Termin geben.

Lassen Sie Platz für Notfälle – denn sie kommen

Eine Tour, die von 8 bis 17 Uhr voll ist, bricht beim ersten Wasserschaden zusammen. Halten Sie zwei Stunden pro Tag frei, am besten am frühen Nachmittag. Werden sie nicht gebraucht, füllen Sie sie mit Angebotsbesichtigungen oder einer Wartung in der Gegend. Werden sie gebraucht, wirft der Notfall nichts um.

Realistische Ankunftsfenster

„Ich komme vormittags vorbei“ ist der häufigste Grund für Beschwerden. Geben Sie ein Zwei-Stunden-Fenster an („10:00–12:00 Uhr“) und rechnen Sie bei jedem Auftrag die Fahrzeit mit ein. Wenn ein Boilertausch drei Stunden dauert, planen Sie nicht zwei davon an einem Vormittag.

Praktische Regel: Schätzen Sie die Zeit, die Sie für nötig halten, und schlagen Sie 25 % auf. Die Schätzungen von Monteuren sind fast immer optimistisch, weil sie sich an die Arbeit ohne die Hindernisse erinnern.

Ein Anruf am Morgen erspart eine vergebliche Anfahrt

Die verschlossene Tür ist die teuerste Form der Verschwendung: Sie bezahlen die Fahrt und berechnen nichts. Eine kurze Bestätigungsnachricht oder ein Anruf am Morgen reduziert vergebliche Anfahrten drastisch – und gibt Ihnen die Chance, den Tag neu zu ordnen, wenn jemand absagt.

Das Material für den Tag wird am Vorabend geladen

Wenn Sie die Tour am Vortag kennen, wissen Sie auch, welches Material Sie brauchen. Der Einkauf am Morgen kostet die schlechteste Stunde des Tages; der Einkauf am Vorabend kostet eine Viertelstunde.

Die Tour auf dem Handy, nicht auf Papier

Ein Plan auf Papier wird nicht aktualisiert, wenn sich der Tag ändert. Lebt die Tour auf dem Handy jedes Monteurs, erreicht eine Änderung sofort alle, die Adresse öffnet sich mit einem Fingertipp in der Karte, und der Arbeitsbericht wird dort ausgefüllt, wo die Arbeit endet. So arbeitet PlumbPro: ein Bildschirm mit dem Tag, den Adressen und dem Status jedes Auftrags.

Fünf Kennzahlen, die sich zu verfolgen lohnen

  • Abgeschlossene Aufträge pro Tag und pro Monteur.
  • Anteil vergeblicher Anfahrten (verschlossene Tür, Absage vor Ort).
  • Durchschnittliche Dauer pro Auftragsart – für realistischere Termine.
  • Wie viele Notfälle pro Woche hinzukommen, damit Sie wissen, wie viel Puffer Sie brauchen.
  • Aufträge, die verschoben wurden, weil Material fehlte.

Fazit

Eine gute Tourenplanung lässt Sie nicht mehr hetzen – sie erspart Ihnen die Fahrten, die Sie nicht hätten machen müssen. Bündeln nach Gebiet, zwei freie Stunden für Notfälle, Zwei-Stunden-Fenster und Bestätigung am Morgen: vier Gewohnheiten, die Ihnen jeden Tag einen abrechenbaren Auftrag zurückgeben.